St. Vincent & Grenadines 28.12. – 03.01.26

28.12. UNION ISLAND – Clifton   Heute Morgen sind wir dann wieder 10nm weiter nach Union Island, dass zu St. Vincent & Grenadines gehört, deshalb müssen wir dort wieder einklarieren. Auf dem Weg dorthin kommen wir schon an traumhaften Buchten und Korallenriffen vorbei.
Auch Union Island ist durch Beryl völlig zerstört worden. Auch hier ist es aber schön zu sehen, dass Vieles wieder neu aufgebaut wurde, wie das Dinghy Dock und das Bougainvilla Restaurant.
Als wir in der Bucht ankommen – auch hier gibt es einige Korallenriffe – kommt uns Buda mit seinem Boot entgegen und bietet uns eine Boje für 23 € an und einen von seiner Frau selbst gebackenen Bananenkuchen für 13 €, der sich als äußerst lecker herausstellt. Einklarieren und Geld abheben am ATM klappt reibungslos!
Zur Belohnung fahren wir mit dem Dinghi zur Bar ‚Happy Island‘, die wirklich auf einem Sandfleck mitten in der Bucht von 2 netten, Gras rauchenden älteren Männern betrieben wird. Im Eingang empfängt uns eine akzeptable Cocktailkarte, wovon wir heute nur Rumpunsch haben können.
Am späten Nachmittag ziehen dunkle Regenwolken um uns herum auf, aber wir haben Glück und bekommen außer ein paar Tropfen nicht viel ab.

29.12. Clifton – Mayreau   Heute Morgen sind wir in Clifton nochmal an Land, um für die Tobago Cays einzukaufen. Obst und Gemüse kaufen wir auf der Straße und ein paar haltbare Lebensmittel in einem kleinen Laden. Bei unserer Tour durch den Ort kommen wir noch an zahlreichen Baustellen und durch Beryl zerstörte Häuser vorbei – da wird einem ganz anders 😳

Danach Motoren wir die paar Seemeilen nach Mayreau. Das Wetter ist heute sehr durchwachsen, in der letzten Nacht hat es schon viel geregnet. Als wir auf Mayreau in Lolo‘s Bar sitzen, kommt nochmal ein richtiger Wolkenbruch runter. wir müssen sogar unseren Platz wechseln, weil das Dach der Bar über uns undicht war. Mir war ehrlich gesagt nicht klar, dass es um diese Zeit in der Karibik so viel regnet – ich habe inzwischen gelernt, dass man das ‚liquid sunshine‘ nennt.  Dafür sind die Inseln bisher alle sehr grün.

Clifton - neue Markthalle
Gemüsestand
Hurricane Beryl-Opfer

30.12. Tobago Cays – Paradise on Earth    Heute fahren wir zu einem der Traumziele der Karibik – die Tobago Cays. Korallenriffe, türkisblaues Wasser, Schildkröten und Rochen schwimmen ums Boot 🤩.
Wir machen uns heute ohne Frühstück schon um 9 Uhr auf den Weg, um noch eine Boje/Ankerplatz zu ergattern, denn da, wo es schön ist und mindestens eine Bar vorhanden ist, ist es voll. Wir sind hier zu 80% von Katamaranen umgeben.
Als wir ankommen, ist tatsächlich noch eine Boje frei, die aber bei über 20kn Wind und Wellen nicht so einfach zu fangen ist. Nach 3 erfolglosen Versuchen, setzt sich ein älteres amerikanisches Paar ins Dinghi, um uns zu helfen und die Leine durch das Auge der Boje zu ziehen. Das ist für die beiden auch nicht komplikationslos, die Leine verheddert sich bei ihnen unter ein Handruder. Sie können es aber lösen – puuuh geschafft 😅.
Ich lade sie spontan zum Cocktail ein, aber sie verlassen dann leider bald die Bucht. Vielleicht sehen wir sie irgendwo wieder. 

Wir genießen den Tag mit schnorcheln, schwimmen und auf das türkisfarbene Wasser zu blicken.

31.12. Canouan – Barbecue Sylvesterparty   Nach einem erneuten Schnorcheln zum Strand hinter uns (2 kleine Rochen gesehen) , legen wir ab und fahren nach Canouan. Dort haben wir über eine WhatsApp Gruppe in der Coconut 🥥 Bar & Grill unsere Teilnahme an der heutigen Barbecue Strand Party zugesagt. Da freuen wir uns drauf 🤩.
Die Charleston Bay auf Canouan ist riesig und ohne viel Schwell. Da wird sofort das SUP ausgepackt 😁. Vorher besucht uns noch Sven von der ‚Homeoffice‘, der das Barbecue organisiert hat. Er meint, der Barbesitzer hat sich sehr über die Initiative gefreut, weil hier trotz einiger Segelboote nicht viel los ist. Die Resorts hinter uns sehen auch leer aus.

Am frühen Abend machen wir uns auf den Weg in die Coconut Bar. Wir haben einen schönen Abend mit den Crews von der Homeoffice, der Antares, der Noordenwind und der Alma. Ezra, der Besitzer der Bar war uns mega dankbar, hat uns ein Feuer angezündet, einen DJ organisiert und um Mitternacht gab es am Steg ein beeindruckendes Feuerwerk 🧨. Er hat mehrfach gesagt „ I love you from the bottom of my heart „. Es war ein schönes Gefühl für uns und das erste Mal, dass wir Sylvester in Strandkleidung und barfuß auf Sand gefeiert haben.

01.01.26 Canouan – Bequia 23nm   Heute müssen wir Canouan und die Charleston Bay leider schon wieder verlassen und segeln bei 14 kn Wind und Halbwindkurs nach Bequia.
Die Admiralty Bay ist sehr voll, wieder über 100 Boote plus wieder die Club Med 2.
Aber Bequia ist auch sehr schön – mit einem liebevoll angelegten schmalen Weg entlang der Bucht.
In Mac‘s Pizza & Kitchen (eins von 2 Restaurants, das geöffnet hat) finden wir gerade noch Platz. Es dauert nicht lange, da entdecken wir die 4-köpfige Crew der Noordenwind, die auch hier essen wollen. Wir organisieren kurzerhand noch 4 Stühle, rücken etwas zusammen, so dass wir alle an unseren Tisch passen. Es wird wieder ein kurzweiliger Abend!

02.01. – 04.01.26 Bequia – St. Vincent 8nm   Heute fahren wir noch einmal an Land, um den Ort noch ein wenig zu erkunden. Es ist wirklich schön hier!
So gegen 14:00 Uhr segeln wir nach St. Vincent, in die Young Island Bay. Der Himmel zeigt sich heute mal ohne Regenwolken und bei 11kn Wind und einen Am Wind Kurs genießen wir entspanntes Kaffeesegeln 😁. Vor Ort angekommen nehmen wir für 20€ eine Boje. Da dies der letzte Abend für Tjorvi ist, gehen wir Abends zum Abschied nochmal Lobster 🦞 essen im Basil at Villa Bar & Restaurant. Es hat uns vorzüglich geschmeckt.

03.01.26   Heute Nachmittag hat Tjorvi ihren Rückflug gebucht. Eigentlich fing der Tag ganz gemütlich an. Nach dem Frühstück sind wir zur Bar auf Young Island geschwommen bzw. geschnorchelt. Zurück auf Ilot hat Tjorvi noch letzte Sachen gepackt und wir haben sie an Land gebracht, ein Taxi organisiert und uns verabschiedet. 

Gut eine halbe Stunde später kommt der Anruf, dass wegen des Angriffs auf Venezuela alle Flüge bis nächsten Samstag gecancelt sind – so ein Mist 🤦‍♀️!! Da heißt es umorganisieren. Nach intensiver Internetrecherche wird schnell klar, dass die einzige Möglichkeit zeitnah einen Flug zu bekommen ein Nachttörn nach Martinique bedeutet, ca. 100nm.
Also Boot klarmachen, Anker hoch und auf nach Martinique!

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen