04.01. Ankunft Martinique Wir hatten letzte Nacht eine geniale Überfahrt nach Martinique mit 12 bis 14 kn halber Wind. Unsere Geschwindigkeit lag meistens zwischen 7 und 8 kn. Gegen 8:00 Uhr ankern wir in der Nähe des Flughafens. Die Bucht hier ist riesig und bietet mehrere Ankerplätze.
Wir fahren mit dem Dinghi in einen Flussarm, der überwiegend ein Schrottplatz für Boote ist. Wir laufen dann ca. eine halbe Stunde zum Terminal, wo Tjorvi den letzten Platz für einen Flug von Caraïbes Airlines über Guadeloupe nach Paris bekommt . Auch das war wieder ganz schön aufregend.
Martinique gehört zu Europa, d.h. Hier kann man wieder in Euro zahlen und die europäische SIM-Karte funktioniert wieder, der Flug nach Paris ist ein Inlandflug. Hier spricht man kein englisch mehr, sondern nur noch französisch, deshalb musste ich unbedingt mit zum Flughafen. Wir verabschieden uns ein zweites Mal von Tjorvi und hoffen, dass jetzt alles gut geht .
05.01. Busfahrt nach Fort de France Unser Plan ist heute mit dem Dinghi zur Marina Z‘Abricot zu fahren und von dort den Bus nach Fort de France zu nehmen, die Hauptstadt von Martinique. Thomas braucht noch Elektrokabel und Kabelschuhe, um den neuen Inverter einzubauen und ich brauche noch ein paar Zutaten, um das karibische Gemüse Callaloo zuzubereiten.
Nachdem wir nach ein paar Umwegen die Busstation gefunden haben, mussten wir noch ca. eine halbe Stunde warten. Ich habe eine nette einheimische Dame gefragt, ob man im Bus ein Ticket kaufen kann, sie verneint und meint mit einem Augenzwinkern, dass man auch kein Ticket bräuchte . Als der Bus endlich kommt steigen wir wie selbstverständlich ohne Ticket ein und er bringt uns anstandslos in die Innenstadt.
Die Umgebung ist schon wieder ganz anders als auf den anderen Inseln. Viele Hochhäuser in europäischer Bauweise, viel Autoverkehr, eine Fußgängerzone und ein Shopping Center.
Wir gehen zuerst zum Chandler und kaufen 7 m dickes Kupferkabel, das ein ordentliches Gewicht hat, die richtigen Kabelschuhe bekommen wir hier leider nicht.
In der Fußgängerzone lacht uns ein Crêpes Restaurant an. Die Crêpes sind lecker und die Musik, die gespielt wird gefällt uns sehr gut. Ich spreche den Inhaber an, der sich freut, dass uns die Musik gefällt und mir die entsprechende Playlist bei Spotify eintippt . Wir schlendern weiter durch die Stadt und ich entdecke einen schönen Laden mit Bekleidung aus den typisch bunten Karibikstoffen. Ihr kennt mich – ich konnte nicht widerstehen
. Danach noch zum Supermarkt und danach zum Busbahnhof. Da der nächste Bus erst in einer halben Stunde fährt, entschließen wir uns zum nächsten Chandler eine halbe Stunde zu Fuß zu laufen. Hier bekommen wir tatsächlich die richtigen Kabelschuhe.
Nach 10 Min Fußweg erreichen wir wieder eine Bushaltestelle, sogar mit Fahrplan!, den man sich auch sparen kann, weil der Bus nicht kommt . Also laufen wir die letzte halbe Stunde auch noch zu Fuß. In der Baywatch Bar der Marina belohnen wir uns noch mit einem Cocktail und erreichen gerade noch vor der völligen Dunkelheit erschöpft unser Boot.
06.01. Fort de France – Grande Anse des Salines 25nm Heute geht es nochmal in den Mast, diesmal mit Werkzeug . Es stellt sich heraus, dass die Drei-Farben-Lanterne kaputt ist – wir brauchen wohl eine Neue.
Gegen 14:00 Uhr verlassen wir die ruhige Bucht in der Nähe des Flughafens, um ca. 25nm nach Süden, St. Anne oder Le Marin zu segeln. Dort soll es ganz gut sein, an Bootszubehör zu kommen.
Im Windschatten der Insel haben wir zuerst keinen Wind, aber bald können wir bei 10kn Wind einen schönen am Wind Kurs segeln . Thomas versucht auch nochmal zu angeln
. Leider bleibt ziemlich schnell Sargassum Gras im Angelhaken hängen – also Angel wieder hoch
.
Im Stockdunkeln kommen wir gegen halb neun in der Bucht südlich von St. Anne an – Grande Anse des Salines. Ziemlich spannendes Ankermanöver, wenn man nichts sieht. Zu allem Überfluss entpuppt sich die Bucht als sehr schaukelig. Wir sind natürlich auch verwöhnt durch unseren letzten Ankerplatz, der super ruhig war. Mal sehen, wie es morgen früh hier ausschaut.
