01.10. Pasito Blanco vor Anker Wir haben eine schöne, ruhige Nacht vor Anker verbracht, in Ruhe gefrühstückt und Pläne für den Tag gemacht. Ab 11 Uhr fängt der Wind jedoch wieder so an zu kacheln (bis 24 kn), dass wieder alle Pläne über den Haufen geschmissen werden. Also die Kanaren zählen definitiv nicht zu meinem Lieblingssegelrevier. Wenig geschützte Buchten, zu viel Wind, zu wenig Wind und blöde Wellen.
Wir kontaktieren die Marina, um evtl. doch einen Tag früher den Liegeplatz einzunehmen. Sie raten uns aber davon ab, bei dem Wind wäre es zu riskant in der Marina einzuparken. Die Motivation bei dem Wind schwimmen zu gehen, sinkt ebenfalls gegen Null.
Da wir ILOT bei dem Wind nicht alleine lassen wollen, entscheiden wir uns heute am Ankerplatz auf dem Boot zu bleiben und morgen früh gegen 8 Uhr bei wenig Wind in die Marina zu fahren.
Thomas macht wieder eine neue Baustelle auf und baut dabei wieder das halbe Boot auseinander. Dabei entdeckt Thomas die professionelle, italienische Verdrahtung der Kabel für unseren Plotter. Jetzt wird auch klar, warum der Plotter manchmal ohne erfindlichen Grund ausgegangen ist. Ich vervollständige unseren Blog.
02.10. Maspalomas & Playa del Ingles Wir stehen früh auf (07:30), weil wir heute in die Marina wollen, bevor der Wind uns wieder einen Strich durch die Rechnung macht. So gegen halb zehn sind wir an unserem Liegeplatz und es dauert nicht lange, da fängt der Wind wieder an zu blasen. Wir frühstücken und machen uns dann zu Fuß auf den Weg nach Playa del Ingles.
Am Strand von Maspalomas angekommen überfällt uns der Massentourismus mit luxuriösen Kaninchenställen mit jeweils eigenem Pool.
Der wirklich sehr schöne Sandstrand mit den Dünen von Playa del Ingles wird bevölkert von Menschen ohne Badebekleidung. (Aus ästhetischen Gründen gibt es hierzu keine Fotos).
Zurück fahren wir mit dem Bus (4 €), wir sind immerhin schon 13 km gelaufen.
03.10. – 09.10. Hochzeit Emanuel & Selam Am 03.10. um halb elf haben wir den Flieger nach Köln genommen. Wegen der Hochzeit von Emanuel & SEL legen wir eine ungeplante Stippvisite in Deutschland ein und nur wenige aus der Familie sind eingeweiht. Emanuel & SEL sind davon ausgegangen, dass wir nicht kommen können. Wir haben jedoch passende Flüge und einen Hafenplatz für Ilot gefunden.
Die Überraschung ist uns gelungen und alle (einschließlich wir) waren froh, dass wir dabei sein konnten. Es war ein wunderschöner Tag zusammen mit der äthiopischen Familie.
10.10. Zurück in Gran Canaria – Ausflug Puerto Mogan Nach unserer Ankunft am Flughafen von Las Palmas haben wir ein Auto bei Topcar gemietet. Der Aufenthalt in Deutschland war sehr schön und wir haben es sehr genossen, die Familie wiederzusehen. Aber es war auch sehr anstrengend, so dass wir uns entschlossen haben noch ein paar Tage auf Gran Canaria zu bleiben.
Nachdem wir alle unsere Mitbringsel, wir hatten natürlich das ein oder andere Ersatzteil dabei verstaut haben, machen wir einen Ausflug nach Puerto de Mogan, wo ich 2014 im Januar meinen SKS- Segelschein (Praxis) gemacht habe. Wirklich ein schöner Ort, den ich Thomas unbedingt zeigen wollte.
11.10. Ausflug mit dem Mietwagen in die Bergwelt von Gran Canaria:
12.10. Dünen von Maspalomas Heute geben wir den Mietwagen bei TopCar in Playa des Ingles ab und gehen wieder zu Fuß nach Pasito Blanco zurück, 9 km! Diesmal nehmen wir den Weg durch die Sanddünen von Maspalomas, hier sind wir fast alleine. Am Ende sehen wir auch noch Kamele und fühlen uns wirklich wie in der Wüste.
Damit wir vor Pasito Blanco nicht den riesigen Golfplatz umrunden müssen, hangeln wir uns am Strand über die Steine hinweg.
Am Boot angekommen machen wir uns fertig für die Abreise in die nächste Bucht, Punta de la Vega – leider umgeben von riesigen Hotels. Wir wollen eh nur eine Nacht bleiben und morgen nach Teneriffa segeln.
