Grenada 20.12. – 25.12.25

20.12. Angekommen auf Grenada    Um 04:40 Uhr sind wir nach einer schönen Überfahrt mit gutem Wind in der Prickly Bay angekommen und haben noch im Dunkeln den Anker gesetzt. Bis 8 Uhr haben wir dann noch geschlafen und uns ohne Frühstück, aber natürlich nicht ohne einen Kaffee ins Dinghi gesetzt, um einzuklarieren. Da sind wir ja in Europa wirklich verwöhnt, dass wir überall hinfahren können ohne irgendwelche Formalitäten. Hier ist fast jede Insel eigenständig, so dass wir jedes Mal zu Immigration, Customs und Health müssen, wenn wir ankommen und dann noch mal, wenn wir ausreisen wollen, schon ein wenig nervig, aber nicht zu ändern. Nach gut einer Stunde waren wir durch, haben dann gefrühstückt und noch ein wenig Schlaf nachgeholt.

Kurz zur Geschichte Grenadas:
1498 sichtete Christoph Kolumbus die Insel, doch erst im 17. Jahrhundert wurde sie von Europäern kolonisiert. Nach Kämpfen zwischen Frankreich und Großbritannien fiel Grenada 1763 endgültig an Großbritannien. 1834 wurde die Sklaverei abgeschafft.

1974 erlangte Grenada die Unabhängigkeit. 1979 übernahm eine linksgerichtete Regierung durch einen Staatsstreich die Macht, wurde jedoch 1983 nach internen Konflikten und der Ermordung des Premierministers gestürzt. Daraufhin griffen die USA und verbündete Karibikstaaten militärisch ein. Seitdem ist Grenada eine parlamentarische Demokratie und politisch relativ stabil.

Im Gegensatz zu Tobago, wo wir mit 8 Booten in einer Bucht lagen, liegen hier so um die hundert !! Boote und die Umgebung ist deutlich touristischer und macht einen deutlich wohlhabenderen Eindruck.

Am späten Nachmittag laufen wir ca. 20 Min zur West Indies Brewery, wo wir verschiedene Biere probieren und uns ein Abendessen vom Grill gönnen.

Prickly Bay mit mehr als 100 Booten
Blick hinter uns auf ein Resort
Bierauswahl in der Brewery

21.12. Kneif mich mal      Heute ist so ein Tag, wo wir uns noch einmal bewusst machen, was wir hier tun und außergewöhnliches erleben. Wir haben jetzt 5.500 Seemeilen hinter uns mit einem ‚kleinen‘ Segelboot. Wir sind in der Karibik – dem Traumziel vieler Menschen! Wir dürfen jetzt hier sein und haben es uns erarbeitet im Vergleich zu vielen Anderen, die mit dem Kreuzfahrtschiff oder einem Flieger hier gelandet sind – wir müssen uns das
echt nochmal klar machen, was wir hier tolles erleben dürfen. Wir sind unglaublich dankbar dafür. Den Weihnachtsstress vermissen wir überhaupt nicht, aber das Zusammensein mit unserer geliebten Familie schon sehr.

22.12. Ankunft Tjorvi   Heute am frühen Abend ist Tjorvi nach einer abenteuerlichen Flugreise mit Übernachtung in Miami und mehr als 23 kg Ersatzteilen fürs Boot in Grenada angekommen. Beim Verlassen des Gebäudes wurde sie nochmal von Customs zurückgepfiffen und musste 3x bestätigen, dass sie keine Ersatzteile für’s Boot dabei hat. Oh mein Gott – wir sind uns sicher, dass er gemerkt hat, dass Tjorvi schlecht lügen kann, hat sie dann aber ohne Kontrolle durchgelassen – puuh, nochmal gut gegangen.

23.12.    Heute waren wir dann ausgiebig einkaufen, um über die Weihnachtstage nicht zu verhungern 😉. Am Abend sind Silvie und Hendrik auf einen Sundowner zu uns gekommen. Sie sind mit ihrer Dehler 31 die Biskaya runter und über den Atlantik – wir wissen, was das bedeutet! Sie haben unseren vollen Respekt.                            Dank Tjorvi ist Ilot jetzt auch weihnachtlich geschmückt 😍🧑‍🎄, fehlt nur noch der Tannenbaum 🌲 .

24.12. Heiligabend – Egmont Bay     Wir entschließen uns heute 3,5 nm weiter in die Egmont Bay zu fahren. Heute steuert der Weihnachtsmann 🤶 persönlich.
Auf Grenada ist eigentlich jede Bucht rappelvoll, aber hier liegen nur eine Handvoll Boote, die Bucht ist super geschützt und ohne Schwell – ein Traum!
Die Häuser um uns herum sind die luxuriösen Behausungen von Superreichen.
Wir werden uns gleich was Leckeres kochen und einen ruhigen Abend verbringen.

25.12.   Den ersten Weihnachtstag haben wir in der Egmont Bay gechillt. Am späten Nachmittag machen wir uns auf in die Island Fever Taverne, ca 1 km entfernt. Als wir ankommen bekommen wir nur noch ein Bier und eine Cola, weil sie mangels Besucher früher schließen. Also gehen wir wieder zurück aufs Boot, essen den Rest von gestern und spielen Flip 7.

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